Stefan Pölt: Schicksalhafte Fügung

Schicksalhafte Fügung

© Stefan Pölt

Vor ein paar Milliarden Jahren,
als wir alle jünger waren,
schlief in einer sternenklaren
Nacht ein Lurch.

Keiner ahnte – in der Szene
zogen in ihm ein paar Gene
ihre Umgestaltungspläne
knallhart durch.

Immer nur in Schlamm und Gräben,
das war nichts, es musste eben
noch ein bessres Leben geben
als ein solches.

So sind wir, in Teilaspekten,
nur die Folge von versteckten,
urzeitlichen Gendefekten
eines Molches.

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